BUCH VERSCHLINGT LESER – Berührend, mitreißend und spannend wie ein Thriller
Dieses Buch zog schon mit seinem Cover im Adventskalender von Netgalley meine Aufmerksamkeit voll auf sich. Da ich in letzter Zeit nur fast ausschließlich Romance oder Romantasy lese, wollte ich gerne mal wieder das Genre wechseln. Der australische Journalist Trent Dalton debütiert mit diesem Roman sehr erfolgreich und es wurde schon in mehrere Sprachen übersetzt. Mein Dank geht an den HarperCollins Deutschland Verlag und an Netgalley für das Rezensionsexemplar. Gelesen habe ich das Buch bereits im Dezember.
Mit etwas über 40 Jahren auf dieser Welt lebe ich mit meiner Familie und einem Hund in Bayern. Am liebsten lese ich im Moment Romantasy, Jugendbücher, Fantasy, Young Adult und New Adult. Mir gefällt vor allem die Mischung aus Spannung und Romantik. » Alle Beiträge von Nana Shar
Jenna Strack ist mir schon bekannt durch den Romantasy-Titel “Nachtbeben” und durch ihr sehr berührendes Buch “Splitterleben”. Dass “Sternwärts” an die Geschichte aus “Splitterleben” anknüpft, wurde mir erst nach den ersten Seiten bewusst. Ich hatte dieses Buch schon länger auf meiner Liste, aber erst als mich meine Tochter auf das Ende ansprach (und mich leider ein wenig gespoilert hatte), habe ich es endlich zu Hand genommen.
Coverbild
Das Cover glitzer förmlich. In der Mitte erkennt man eine Art Steinbrücke, auf der eine Person steht. Über das gesamte Bild verteilt flirrt Glitzer gegen einen romantischen Sonnenuntergang. Ein für mich sehr stimmungsvolles und zur Geschichte passendes Cover.
Handlung
Anh geistert seit 3 Jahren als unsichtbare Seele auf der Erde herum und rettet Menschen davor, sich das Leben zu nehmen. Auf einem Besuch bei ihrer Freundin Mia und Samu trifft sie auf Jona, bei dem sie sofort merkt, dass er in einer tiefen Depression gefangen ist. Doch bei ihm ist etwas anders, und plötzlich geht es nicht mehr nur noch um ihn, und darum, ihn vor einer Dummheit zu bewahren.
Buchlayout / eBook
Diese Novelle von gerade mal 132 Seiten ist in 7 Abschnitte eingeteilt. Einzelne Sinnabschnitte werden grafisch voneinander getrennt. Ansonsten kommt es eher ohne große Ausschmückung daher, wobei ich dies bei dieser tiefgründigen und sensiblen Thematik sogar passend finde.
Idee / Plot
Besonders gefallen hat mir die Idee, Anh nach ihrem Tod aus “Splitterleben” eine eigene Geschichte zu widmen. Das Mädchen, dass ihr Leben lang um jeden weiteren Tag gekämpft hat und keine andere Wahl hatte ihren nahenden Tod einfach akzeptieren zu müssen. Wer wäre besser geeignet, um Menschen von ihrem Suizid abzubringen? Aber Jona ist nicht der Einzige, der Hilfe braucht.
Emotionen / Protagonisten
Anh hat ihr Schicksal akzeptiert, so lange Jahre auf der Erde zu wandeln und weder gesehen zu werden noch etwas berühren zu können. Ein bisschen Frieden vor ihrem “Job”, Menschen vor dem Suizid zu bewahren, findet Sie bei ihren Freunden Mia und Samu. Doch dort trifft sie auf den extrem despressiven und selbstmordgefährdeten Jona. Und diese Begegnung mit Jona ist anders, als bei allen ihren “Klienten” zuvor. Er kann sie sehen.
Jona ist in der typischen Depressionsspirale gefangen. Vernünftige Zusammenhänge kann er nicht mehr erkennen und gibt sich die Schuld am Tod seiner Mutter. Dabei stützt er sich auf kindliche und abstruse Erinnerungen.
Die Beziehung, die sich zwischen den beiden aufbaut ist sanft und schön. Mir hätte da aber noch etwas mehr Tiefe besser gefallen. Auch der Wendepunkt, der Moment, in dem es bei Jona “klick” macht, hat mir etwas gefehlt. Diese Wandlung bleibt eher verdeckt und es ist plötzlich so – die Intensivität war mir hier zu wenig.
Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Durch die Kürze des Buches hält sich Jenna Strack nicht mit ausschweifenden Erzählungen auf, das braucht diese Novelle auch nicht. Bis zum Schluss wissen wir nicht, ob Anh es schafft Jona noch umzustimmen und welches Ende die Autorin uns für die beiden Protagonisten vorgesehen hat. Das erhält den Lesedrang. Trotzdem bleibt das Ende etwas offen.
Szenerie / Setting
Es gibt über die ganze Novelle hin einige schöne und berührende Momente. Jenna Strack hat auch sehr liebevoll Anh Dasein nach ihrem Tod dargestellt und versucht, eine Existenz eines Depressiven zu skizzieren. Da die Ausprägungen von Depression so mannigfaltig wie das Leben selber sind, konnte die Autorin hier nur oberflächlich bleiben. Trotzdem hat mir hier der innere Zwiespalt in Jona etwas gefehlt.
Sprache / Schreibstil
Sprachlich hat mich Jenna Strack schon immer überzeugt. Sie versteht es in direkten aber trotzdem metaphernreicher Sprache die Geschichte zu erzählen und die Gefühle näher zu bringen. Die Geschichte wird in beiden Perspektiven erzählt. Jeweils aus der Ich-Perspektive im Präsens.
Meine Bewertungen
Coverbild
Buchlayout (eBook)
Idee / Plot
Emotionen / Protagonisten
Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Szenerie / Setting
Sprache / Schreibstil
3.4
Kurzfassung
Insgesamt eine sehr gefühlvolle Geschichte, die in der Kürze einer Novelle genau richtig erzählt wird und mich an ein paar Stellen wirklich sehr berührt hat, der mir jedoch an einigen Stellen etwas mehr Tiefe gefehlt hat.
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Cover
David Tondl zeichnet sich für das Cover verantwortlich und präsentiert ein märchenhaftes Bild in einem sattem Blau. Ein wie im Wind tanzendes Mädchen schwebt vor einem blauen Himmel und Sterne glitzern am Firmament. Der Titel ist mittig in einer Bandzug-Schrift gehalten. Der Clou sind die Splitter, die vor allem von der rechten oberen Ecke sich über das Cover erstrecken und an einem gesprungenen Spiegel erinnern. Die ganze Kombination ist harmonisch und für mich sehr schön. Hat eher etwas aus dem Bereich Fantasy, das könnte einige Leser, die nach Covern ihre Bücher aussuchen vielleicht etwas verwirrend sein.
Handlung
Die 17 jährige Mia lebt für ihren Sport, zu dem sie ihre erste große Schwärmerei Tobi gebracht hat. Sie ist die große Hoffnung und trainiert hart für ihren großen Traum, von ihrem Schwarm endlich ernst genommen und geliebt zu werden. Nach der gewonnen Qualifikation zu Deutschen Meisterschafft beginnt Tobi sich endlich für sie zu interessieren, doch bei einer Party bricht Mia quasi in seinen Armen zusammen. Durch die Diagnose einer seltenen und unheilbaren Krankheit, zerspringt ihr Leben im wahrsten Sinne des Wortes in viele kleine Splitter. Alles, wofür sie gekämpft und geträumt hat liegt wie ein Scherbenhaufen vor ihr.
Buchlayout (eBook)
Die inhaltliche Gestaltung ist für ein eBook sehr ansprechend und hochwertig. Jedes Kapitel wird mit einem Song aus Mias Playlist im Untertitel begleitet. Die Kapitel selber tragen keine Ordnungsnummer sondern die Anzahl der Tage von Mias „zersplitterten Lebens“. Daneben rundet die Illustration eines indianischen Traumfänger die Kapiteleinleitung ab. Rezension: Splitterleben weiterlesen
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Dank der Bücherplattform » Lesejury.de durfte ich mit diesem Buch an einer » Leserunde teilnehmen. Der LYX-Verlag hat mir ebenfalls über » Netgalley.de ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich möchte mich hiermit beim Verlag LYX – Bastei Lübbe noch mal herzlichst dafür bedanken. Die Leserunde auf Lesejury.de hat es mir allerdings schwer getan, da ich durch die langen Leseabschnitte gezwungen war, das Buch 2 mal für mehrere Tage zur Seite zu legen. Ich kann deswegen nur empfehlen das Buch in einem Rutsch zu lesen und sich von Beas Gefühlschaos mitreissen zu lassen.
Cover:
Ein schönes und lustiges Cover. Die schöne handgeschriebene Schrift ziert in der Mitte das Cover, drumherum Kringel, die Telefonkritzeleien sein könnten, oder wenn ein Autor gedankenverloren an seinem Plot arbeitet. Bei den gelben Tupfen bin ich mir nicht sicher, was sie darstellen sollen, goldene Konfetti? Ich finde es verspielt, aber trotzdem schlicht und schön. Rezension: Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt weiterlesen
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